9. Juni 2019

Die MANN-FILTER Mamba fährt aufs Podest!

Platz 2 für das MANN-FILTER Team HTP durch Götz/Dontje im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring. Unfall von Fabian Vettel.

Mit dem zweiten Rang durch Maximilian Götz (33, Uffenheim) und Indy Dontje (26, Alkmaar/NL) hat das MANN-FILTER Team HTP beim sechsten Wertungslauf des ADAC GT Masters 2019 auf dem Red Bull Ring bei Spielberg in der Steiermark den ersten Podestplatz der Saison gefeiert. Damit rückte das fränkisch-niederländische Duo in der Gesamtwertung der „Liga der Supersportwagen“ auf den vierten Zwischenrang nach vorne. Dagegen gingen ihre Teamkollegen Philip Ellis (26, Zug/CH) und Fabian Vettel (20, Heppenheim) im zweiten Mercedes-AMG GT3 nach einem Unfall in der letzten Rennrunde leer aus.
 
Den Grundstein für das starke Ergebnis in seinem 100. Renneinsatz im ADAC GT Masters hatte Max Götz mit Rang 3 im morgendlichen Qualifying gelegt. Im Getümmel des fliegenden Starts verlor der Champion von 2012 zwar eine Position, arbeitete sich in Runde 13 aber wieder am Porsche vorbei und übergab den Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 47 genau bei Halbzeit des Ein-Stunden-Rennens an Partner Indy Dontje. Dass der Niederländer nach dem Pflichtstopp als Zweitplatzierter wieder auf die Bahn fuhr, ging auf das Konto der schnellen Gangart von Götz vor dem Stopp sowie einer perfekten Boxenarbeit der HTP-Mannschaft. Genau zwei Zehntelsekunden nach Ablauf der Mindest-Boxenstoppzeit von 70 Sekunden verließ Dontje die Boxengasse – absolute Maßarbeit.
 
„Der Boxenstopp war perfekt, Kompliment an die Jungs“, freute sich Jubilar Götz. „In den beiden Runden vor dem Fahrerwechsel hatte ich freie Bahn und habe attackiert wie im Qualifying. Bei der tückischen Einfahrt in die Boxengasse wäre ich um ein Haar abgeflogen. Gleichzeitig hat der Stopp der bis dato zweitplatzierten Corvette ein bisschen länger gedauert. Das war der Schlüssel für den Positionsgewinn. Und Indy hat den zweiten Rang dann ganz souverän ins Ziel gebracht. Das ist nach dem Riesenpech von gestern natürlich eine große Genugtuung. Und dass ich in meinem 100. Rennen in dieser tollen Meisterschaft auf dem Podest stehe, passt perfekt. In der Meisterschaft haben wir einen schönen Sprung nach vorne gemacht. Und die Rennstrecken, die uns am besten liegen, kommen erst noch. Wir greifen weiter an!“
 
Pech hatte dagegen die Besatzung des Schwesterautos. Von Startplatz 13 kommend, hatte Philip Ellis die 48er-Mamba sicher durchs Startchaos dirigiert und bis zum Pflichtboxenstopp drei Positionen gutgemacht. Nach dem Fahrerwechsel sah sich Kollege Fabian Vettel starkem Druck der Verfolger ausgesetzt, dem der Hesse zunächst bravourös standhielt. In Folge einer Berührung mit einem Konkurrenten lockerte sich allerdings die Motorhaube des Mercedes-AMG GT3 auf der linken Seite. Als sich die Haube dann in der letzten Runde bei der superschnellen Anfahrt zur dritten Kurve ganz löste und hochklappte, hatte Vettel keine Chance mehr, den Unfall zu vermeiden. Während die Mamba bei dem harten Einschlag in die Leitplanke stark beschädigt wurde, blieb der junge Rennfahrer dank des hohen Sicherheitsniveaus des Mercedes-AMG GT3 unverletzt.
 
HTP-Teamchef Norbert Brückner zog eine insgesamt positive Bilanz aus dem Rennwochenende in der Steiermark: „Dieser zweite Rang ist der Lohn für eine alles in allem sehr gute Leistung der gesamten Mannschaft. Wir waren hier vom Speed her mit beiden Autos voll konkurrenzfähig. Dass es punkto Ergebnisse auch noch besser hätte laufen können, liegt am einen oder anderen individuellen Fehler, der nicht passieren soll, aber eben passieren kann. Der Unfall kurz vor Schluss tut natürlich sehr weh, weil das Auto arg kaputt ist. Aber am wichtigsten ist, dass Fabi unverletzt geblieben ist. Nun werden wir alles geben, um uns perfekt aufs nächste Rennwochenende vorzubereiten und dort wieder gut zu punkten. In der Meisterschaft ist noch alles offen, wir haben ja noch nicht einmal Halbzeit.“
 
Das ADAC GT Masters geht nun in eine zweimonatige Pause. Die Wertungsläufe 7 und 8 der „Liga der Supersportwagen“ steigen am 10./11. August auf der Traditionsrennstrecke im niederländischen Nordseebad Zandvoort. Zuvor steht mit den 24 Stunden Nürburgring am 22./23. Juni bereits das nächste Saisonhighlight für MANN-FILTER und HTP Motorsport auf dem Programm.