15. September 2019

Bissiger Auftritt der MANN-FILTER Mamba

Dontje/Götz fahren im Mercedes-AMG GT3 des MANN-FILTER Team HTP in Lauf 1 des ADAC GT Masters in Hockenheim auf Platz 2. Vettel/Ellis im Pech.

Das MANN-FILTER Team HTP ist mit einer Top-Leistung ins sechste und vorletzte Rennwochenende des ADAC GT Masters 2019 in Hockenheim gestartet. Indy Dontje (26, Alkmaar/NL) und Maximilian Götz (33, Uffenheim) fuhren im Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 47 auf einen hervorragenden zweiten Rang und machten mit ihrem zweiten Podestplatz des Jahres im Gesamtklassement der „Liga der Supersportwagen“ einen Sprung auf den vierten Rang. Auch in der Teamwertung liegt die Mannschaft aus Altendiez in Rheinland-Pfalz auf dem vierten Platz und verkürzte den Rückstand auf die Tabellenführer auf 37 Punkte. Viel Pech hatten dagegen Fabian Vettel (20, Heppenheim) und Philip Ellis (26, Zug/CH), deren Rennwochenende in Folge einer Massenkollision kurz nach dem Start zum Samstagsrennen ein jähes Ende nahm.

Den Grundstein zum dritten Podestplatz des Jahres für das MANN-FILTER Team HTP hatte Dontje mit einem starken dritten Rang im Qualifying am Samstagmorgen gelegt. Nach dem Start zum ersten Ein-Stunden-Rennen des Wochenendes hielt der Niederländer diese Position im Kampf gegen die Verfolger souverän. „Das Auto lief heute sowohl im Qualifying als auch im Rennen tadellos“, lobte Dontje. „Ich konnte meine Hintermänner gut kontrollieren, die beiden Autos vor mir aber nicht ganz halten. Ich wollte auch nicht zu stark pushen, um die Hinterreifen, die hier in Hockenheim sehr stark beansprucht werden, nicht vorzeitig zu ruinieren.“

Nach einem von der HTP-Mannschaft einmal mehr perfekt ausgeführten Boxenstopp (die MANN-FILTER Mamba verließ die Boxengasse genau zwei Zehntelsekunden nach Ablauf der Mindest-Boxenstoppzeit von 70 Sekunden) setzte Partner Götz die hohe Pace fort, überholte kurz nach dem Fahrerwechsel ein Auto und verteidigte den zweiten Rang bis in die letzte Runde erfolgreich. Zwar musste sich der Franke auf den letzten Kilometern noch von einem Gegner überholen lassen, da dieses Manöver aber bei doppelt geschwenkten gelben Flaggen stattgefunden hatte, profitierte die HTP-Truppe von der nachträglich gegen die Kontrahenten verhängten Zeitstrafe und feierte einen verdienten zweiten Rang. Am Ende fehlten dem niederländisch-deutschen Duo nur 2,1 Sekunden zum ersten Saisonsieg.

„Mein Tempo war bis kurz vor Schluss sehr gut, ich war phasenweise der schnellste Mann auf der Strecke“, freute sich Götz. „Leider sind dann die Hinterreifen ein wenig eingebrochen, und es wurde zunehmend schwierig, dem Druck meines Verfolgers standzuhalten. In der letzten Runde kam ich nicht gut aus der zweiten Kurve, er setzte sich neben mich und drückte mich leicht neben die Strecke. In der Spitzkehre habe ich dagegengehalten, zumal ich wusste, dass dort gelbe Flaggen sind. Ich war eindeutig noch vorne, als die Flaggen schon zu sehen war, also war mir klar, dass sein Manöver nicht sauber war und Folgen haben würde. Der zweite Platz ist super für die ganze Mannschaft, wir haben wichtige Punkte geholt. Und genau dasselbe haben wir für morgen nochmal vor – gerne auch noch einen Platz weiter vorne.“

Nur als Zuseher werden dagegen ihre Teamkollegen Vettel/Ellis das Sonntagsrennen erleben. Kurz nach dem Start von der 25. Position aus geriet Vettel in der langen Parabolika-Linkskurve in eine Massenkollision, der insgesamt fünf Fahrzeuge zum Opfer fielen. „Ich kam gut aus Turn 2 heraus und sah mich in einer guten Position, als vor mir auf einmal Unruhe im Feld aufkam. Ich habe gleich gemerkt, dass da was nicht stimmt. Und dann fuhr ich in eine dichte Staubwolke, habe rein gar nichts mehr gesehen. Ich habe versucht, dem Chaos auf dem Gras auszuweichen – und sah die querstehende Corvette erst, als es schon geknallt hatte. Mir geht’s soweit gut, der Nacken zwickt ein bisschen, aber nichts Gravierendes.“ Was man vom Boliden mit der 48 leider nicht sagen kann. Weil das Chassis der MANN-FILTER Mamba beschädigt wurde, ist ein Start im zweiten Rennen am Sonntag nicht möglich.

„Das ist eben Rennsport“, kommentierte HTP-Teamchef Norbert Brückner. „Bei Indy und Max hat heute alles geklappt, der Podestplatz ist der verdiente Lohn für eine starke Leistung der ganzen Mannschaft. Fabis Crash war Pech. In einer im wahrsten Sinne des Wortes so undurchsichtigen Situation ist es oft reine Glückssache, ob man ungeschoren durchkommt oder eben nicht. Leider können wir das Auto hier vor Ort nicht reparieren. Aber ich hoffe, dass wir mit unserer 47 auch morgen ein Wörtchen um die Podestplätze mitreden können. Das Potenzial dafür ist zweifellos da.