11. August 2019

Ausfall für Götz/Dontje in Zandvoort

Nach dem Qualifying zum Samstagsrennen des ADAC GT Masters in Zandvoort hätten die Mienen im MANN-FILTER Team HTP kaum länger sein können. Von den Startpositionen 24 und 26 aus schienen die Punkteränge auf der selektiven Piste im niederländischen Nordseebad in weite Ferne gerückt. Doch während Indy Dontje (26, Alkmaar/NL) und Maximilian Götz (33, Uffenheim) auch im Rennen kein Glück hatten, zettelten Fabian Vettel (20, Heppenheim) und Philipp Ellis (26, Zug/CH) im gelb-grünen Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 48 eine mitreißende Aufholjagd an und passierten die Ziellinie als beste Vertreter der Marke mit dem Stern auf dem siebten Schlussrang!

Frustriert war dagegen die Besatzung der „MANN-FILTER Mamba“ mit der Nummer 47. Nachdem Dontje wegen Problemen am Antiblockiersystem im nassen Zeittraining nicht über Startposition 26 hinausgekommen war, lief im Rennen zunächst alles nach Fahrplan. Bis auf Rang 20 nach vorne gefahren, attackierte der Lokalmatador vor dem bevorstehenden Fahrerwechsel an Götz nochmals voll – und das ging in Runde 16 leider schief. „Das Rennen hatte prima begonnen, ich fand schnell einen guten Rhythmus und konnte einige Positionen gutmachen“, schilderte Dontje. „Beim Anbremsen der ersten Kurve habe ich dann den heute extrem starken Rückenwind unterschätzt und meinen Bremspunkt minimal verpasst. Zum Glück wurde das Auto beim Anprall nur leicht beschädigt. Morgen gibt’s für Max und mich nur eine Devise: Voller Angriff!“

HTP-Teamchef Norbert Brückner lobte vor allem seine Junioren: „Fabi und Philip haben ein tolles Rennen abgeliefert. In diesem starken Feld von 24 auf 7 nach vorne zu fahren, muss ihnen erst einmal einer nachmachen. Dass wir mit dem Schwesterauto leer ausgegangen sind, ist natürlich auch in Hinblick auf die Gesamtwertung ärgerlich. Nach dem Problem im Qualifying mussten wir eben im Rennen viel Risiko gehen, und dabei hat sich Indy leider vertan. Der Wind wehte in Böen mit bis zu 90 km/h, und wenn es dann auf Start/Ziel von hinten so bläst, stimmt auf einmal der Bremspunkt vor der Tarzankurve nicht mehr. Immerhin: Wir sind von ganz hinten gestartet und als bester Mercedes auf P7 ins Ziel gekommen. Das zeigt, was möglich ist, wenn wir morgen einen fehler- und problemfreien Tag hinbekommen. Und genau das haben wir uns vorgenommen.“