2. Mai 2017

Schwieriges Comeback des Ex-Champions im ADAC GT Masters

Maximilian Götz reist mit gemischten Gefühlen von seinem Comeback-Wochenende im ADAC GT Masters ab. Die Rückkehr in die Serie, in der er 2012 den Meistertitel holte, fiel ihm nicht schwer. Vor mehr als 20.000 Zuschauern am Wochenende in Oschersleben fuhr er in den Rennen allerdings nur auf den Positionen 16 und 20 ins Ziel. Götz und sein Teamkollege Patrick Assenheimer vom Mercedes-AMG Team HTP Motorsport waren vom Pech verfolgt und haben so in der hart umkämpften „Liga der Supersportwagen“ ihr Potential nicht in Ergebnisse umgemünzt.

Wie fühlt es sich an, zurück im ADAC GT Masters zu sein?
Die Stimmung im Fahrerlager ist sehr gut, ich habe viel Spaß. Ich parke mit meinem Wohnmobil nur etwa drei Meter von der Box entfernt. Das ist sehr praktisch, um sich zwischendurch mal auszuruhen. Vom ersten Tag an habe ich mich heimisch gefühlt – es gibt noch viele bekannte Gesichter aus meinem Meister-Jahr im ADAC GT Masters. Ich freue mich, wieder hier zu sein und mich zu beweisen. Es ist toll, wieder im Mercedes-AMG GT3 zu fahren, schließlich habe ich das Auto mitentwickelt und kenne es daher in- und auswendig.

Wie lief das erste Rennen, bei dem du den zweiten Stint gefahren bist?
In den ersten Runden lief alles gut. Mein Teamkollege hat wie geplant die Position gehalten. Wir wollten konstant fahren und ins Ziel kommen. Leider kam es zu einer Berührung mit einem Konkurrenten und wir sind weit zurückgefallen. Nach dem Fahrerwechsel habe ich in der zweiten Rennhälfte am Setup gefeilt, um mich perfekt auf das zweite Qualifying und das zweite Rennen vorzubereiten. Gegen Ende des Rennens bin ich die Rundenzeiten der Spitze mitgefahren und habe so unser Potential gezeigt.

Das zweite Rennen ging ja auch gut los…
Ja, mit Startplatz zehn hatte ich uns eine gute Ausgangslage herausgefahren, auch wenn meine Qualifying-Runde nicht perfekt war. Wir hatten das Potential, nach vorne zu kommen und das Rennen lief in meinem Stint gut. Nach dem Fahrerwechsel hat mein Teamkollege das Rennen auf Position sechs aufgenommen. Allerdings gab es dann nach einem Zweikampf ein Problem am Auto und er ist zurückgefallen. Er kam schließlich an die Box und unser Rennen war damit gelaufen. Das ist wirklich schade, denn Platz sechs oder sogar Rang fünf wäre möglich gewesen.

Welches Fazit ziehst du nach dem ersten Rennwochenende deines Comebacks?
Das Wochenende lief leider nicht optimal. Die Rennpace war immer da, aber wir hatten einfach Pech. Erst der Dreher von Patrick im ersten Qualifying, dann die Probleme in beiden Rennen. Wir haben die Ergebnisse einfach nicht nach Hause gebracht. Aber wir werden das bis zum nächsten Rennen aussortieren.

Dein nächster Einsatz im ADAC GT Masters ist am Lausitzring vom 19. bis 21. Mai. Was rechnest du dir dort aus?
Der Lausitzring ist eine meiner Lieblingsrennstrecken. Der Kurs ist sehr speziell, vor allem wegen der zahlreichen Bodenwellen. Ich mag die Mischung aus schnellen Streckenabschnitten, langen Geraden und Steilkurven. Alles ist dabei. Ich habe dort immer gute Erfahrungen gemacht, daher hoffe ich, dass wir ein gutes Ergebnis einfahren. Allerdings wird das aufgrund der Einstufung des Mercedes-AMG GT3 in der Balance of Performance eine große Herausforderung. Aber wir werden auf jeden Fall alles geben. Mein Ziel lautet, bester Mercedes-Pilot zu sein.